s Home » F√ľhrer » Friuli Venezia Giulia

Hotel Friuli Venezia Giulia, Restaurants Friuli Venezia Giulia, Bed and breakfast Friuli Venezia Giulia, Urlaub am Bauernhof Friuli Venezia Giulia

Buch Friuli Venezia Giulia



Erwachsene
Kinder
Fl.:
  • 7,858 qkm
Höhe:
  • 1 m ü.d.M.
Bevölkerung:
  • 1,235,270
Gemeindeamt:
  • Piazza Unita d Italia, 1
  • 34100 - Trieste (TS)
Website
Plan:

HINWEISE ZUR GESCHICHTE Friaul-Julisch Venetien ist eine kleine Region, die auf eine lange, bewegte Geschichte zur√ľckblicken kann; viele V√∂lker haben das Land durchquert, erobert, verteidigt, geteilt und stets wurde aus den fremden Kulturen das Beste √ľbernommen, um schlie√ülich eine eigenst√§ndige, facettenreiche Identit√§t zu entwickeln. Es folgt ein chronologischer √úberblick √ľber die wichtigsten Ereignisse, die nicht die Geschichte ausmachen, aber einen Rahmen f√ľr das reichhaltige Bild aus Details und Besonderheiten bilden, aus der sie besteht: ein Bild, das bis heute von Kelten, R√∂mern, Langobarden, Franken und vielen anderen V√∂lkern mitgepr√§gt wurde. Vor 450 Millionen Jahren war unser Land ein tiefes Meer. 40.000-10.000 v.Chr.: Friaul wird von Nomadengruppen bewohnt, die bereits Kieselsteine sch√§rfen. 5000-2000 v.Chr.: Friaul ist erheblich besiedelt, vor allem in der Ebene. Die Bewohner leben in D√∂rfern oder H√∂hlen, sie jagen, betreiben Ackerbau und Handel. 2000-1000 v.Chr.:¬†Bronzezeitalter: befestigte Ansiedlungen: ‚Äúcastellieri‚ÄĚ. Fortgeschrittene Zivilisation wahrscheinlich (nach Livius) der Euganeer, ein Stamm der Ligurer. 1. Jahrtausend v.Chr.:¬†Eisenzeitalter. Am Anfang des Jahrtausends Einfall der indogermanischen Veneter und Vertreibung der Euganeer. Besiedelt von Venetern, Istriern und Kelten. 5.-2. Jh. v.Chr.: √ľber das ganze Territorium verteilt, feste Ansiedlungen der Kelten: das ethnisch-kulturelle Fundament der sp√§teren Friauler Zivilisation. 182 v.Chr.: die von Venetern gerufenen R√∂mer besiegen die Kelten, die sich in die Berge zur√ľckziehen.¬†Im folgenden Jahr Errichtung der Kolonie Aquileia als Verteidigungsbollwerk, Sitz von Legionen und Ausgangspunkt f√ľr Feldz√ľge nach Osten. 177 v.Chr.: Sieg der R√∂mer √ľber die Istrier und Eroberung der Halbinsel Istrien. 1. Jh. v.Chr.: die ganze Region (X Regio Venetia ed Histria mit der Hauptstadt Aquileia) ist r√∂misch, gegr√ľndet werden Forum Julii (Cividale), Julium Carnicum (Zuglio), Concordia, Tergeste (Triest). 52 v.Chr.: Japiden und Taurisker pl√ľndern Triest. 1.-4. Jh.: die Region erlebt eine Bl√ľtezeit im Schatten von Rom; rasche gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung. 3. Jh. n.Chr.: Verbreitung des Christentums 4. Jh.: Aquileia ist viertgr√∂√üte Stadt Italiens nach Rom, Mailand und Capua. Das st√§dtische Leben konzentriert sich st√§rker auf die lokale Kirche, von der die¬†Evangelisierung der Bev√∂lkerung betrieben wird. Es entstehen Bischofssitze in Concordia und Zuglio. 452: Einfall der Hunnen in Aquileia und Pl√ľnderung der Stadt. 5.-6.Jh.: Germaneneinf√§lle, aber auch Verfall der politischen Kultur, administratives Chaos und wirtschaftlicher Niedergang bewirken den Zerfall des R√∂mischen Reiches. 6. Jh.: Friaul wird als r√ľckst√§ndige Au√üenprovinz in das Gotenreich eingegliedert. 539: Triest wird Teil des Ostr√∂mischen Reiches. 568: Alboin, K√∂nig der Langobarden, besetzt die Region und macht Cividale zum Sitz seines Herzogtums. √úbergibt die Regierung an seinen Neffen Gisulf. Das Herzogtum besteht bis 776. Neben der romanisierten, keltischen Bev√∂lkerung sind die germanischen Langobarden eine neue ethnische Gruppe, die sich bleibend in Friaul ansiedelt. 7. Jh.: durch Kriege und politische Instabilit√§t gepr√§gte Zeit. 610 und 664: Einf√§lle der Awaren. 670: der Langobardenk√∂nig Grimoald tritt zum Katholizismus √ľber. Die Macht der Patriarchen steigt. 8. Jh.: eine politisch, wirtschaftlich und kulturell glanzvolle Zeit des Herzogtums. 739-744: Regierungszeit von Ratchis. Nimmt an Eroberungskriegen in Italien teil, f√∂rdert Kunst und Literatur, h√§lt ein gutes Einvernehmen zum Patriarchen. 774: Karl der Gro√üe besiegt die Langobarden in Pavia und Verona. 776: Karl der Gro√üe besiegt die Langobarden in Friaul. Karolingerreich bis 899. Fr√§nkische Legionen werden stationiert, ein fr√§nkischer¬†Herzog wird eingesetzt und in Friaul entstehen durch Belehnung treuer Untertanen mit Burgen und Land die Vorl√§ufer des Feudalsystems. 791: Anschluss von Istrien an das Herzogtum Friaul. 792: Karl der Gro√üe verleiht dem Klerus von Aquileia volle Autonomie: Anerkennung der Besitzungen und des Rechtes, den Patriarchen zu w√§hlen. 9. Jh.: von Forum Julii (Cividale) wird der Name f√ľr die ganze Region √ľbernommen (Friaul). Ein Feudalstaat, D√∂rfer und St√§dte sind Lehen kaiserlicher Familien unter der Zentralmacht der Patriarchen. 899-952: mehrere verheerende Raubz√ľge der Magyaren in Friaul, ebenso blutige wie blitzschnelle √úberf√§lle. Folgen:¬†Handel kommt zum Erliegen, das Land wird entv√∂lkert. 1. H√§lfte 10. Jh.: Zerfall der Institutionen durch feindliche Invasionen, K√§mpfe zwischen Feudalherren und Streitigkeiten mit Venedig wegen Grado. Die Patriarchen leiten einen wichtigen sozialen Wiederaufbau ein, errichten oder erneuern Burgen, geben der Landwirtschaft neue Impulse und betreiben die Zuwanderung slawischer Familien, vor allem aus K√§rnten. 11. Jh.: um 1000 erreicht der Besitz der Patriarchen (Kirchen, Schl√∂sser, Villen, W√§lder, Stra√üen, etc.) ein gro√ües Ausma√ü, sodass ‚Äúnicht- patriarchale‚ÄĚ Lehen, die sich vom Kaiser oder dem Herzog von K√§rnten ableiten, ‚ÄúInseln‚ÄĚ bilden. Beispiele: Pordenone, Gorz, Tarcento, Venzone, Cordenons. 1077: im Kampf zwischen deutschen F√ľrsten und Heinrich IV. ergreift Patriarch Sigeard die Partei des Kaisers. Zum Lohn wird das Patriarchat Aquileia zum Lehnsherrn der ganzen Grafschaft Friaul eingesetzt. Zahlreiche Lehen werden an deutsche Familien vergeben und die Patriarchen sind h√§ufig germanischer Abstammung. Dreieinhalb Jahrhunderte lang ist Friaul ein territorial und ethnisch kompakter Feudalstaat. 12. Jh.: die neuen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen f√ľhren mit der Entstehung von Kommune und Parlament zu einer st√§rkeren Beteiligung¬†der Bev√∂lkerung an der Regierung. 13. Jh.: die Macht der Grafen von G√∂rz nimmt zu, der politische Niedergang der Patriarchen beginnt.¬†Die St√§dte wachsen und vermehren ihren Reichtum; zuerst Cividale, dann Udine, Sacile, Portogruaro, Gemona, Tolmezzo, G√∂rz und Pordenone. 1277: Pordenone geht auf die Habsburger √ľber, die den Besitz bis 1508 halten. 14. Jh.: unter den Patriarchen dieser Zeit zwei gro√üe Namen, Bertrand von Saint Geni√®s und Marquard von Randeck, die sich,¬†wenn auch nur mit Teilerfolgen, um die Restauration der Macht des Patriarchats bem√ľhen. 1350: wird der Patriarch von Aquileia Bertrand von Saint Geni√®s ermordet. 1369: Triest wird Venedig angeschlossen; erwirbt zehn Jahre sp√§ter das freie Stadtrecht und schlie√üt sich 1382 durch freiwilligen Akt¬†dem Habsburgerreich an, dem es bis zum Ende des 1. Weltkrieges verbunden bleibt. 1394: Tristano Savorgnan l√§sst den Patriarchen Johannes in Udine ermorden. Venedig ist auf seiner Seite. 1420: fast ganz Friaul geh√∂rt zu Venedig, das durch Einsetzung von Angeh√∂rigen des venezianischen Adels¬†in die Machtpositionen das¬†Land kontrolliert. Das Patriarchat verliert die politische Macht. Mitte 15. Jh.: die Bev√∂lkerung leidet unter der Willk√ľr der Feudalherren, hohen Steuern und T√ľrkeneinf√§llen (1472-1499). √Ėsterreich √ľbernimmt das innere Istrien, einige Gebiete im Karst und in der Krain, Pordenone, Venzone und Vipacco. 15. Jh.: die Region z√§hlt 150.000 Einwohner. 1500: nach dem Tod des letzten Grafen von G√∂rz geht ¬†die Grafschaft auf √Ėsterreich √ľber. Krieg mit Venedig (1508), das den Besitz als patriarchales Erbe beansprucht. 1511: Bauernaufstand, unterst√ľtzt vom Venedig- freundlichen Adeligen Antonio Savorgnan; zahlreiche Burgen werden niedergebrannt, H√§user der Adeligen gepl√ľndert. Im gleichen Jahr eine Pestepidemie und ein heftiges Erdbeben.

1521: der Reichstag von Worms bestimmt: Venedig erh√§lt den Gro√üteil von Mittelfriaul, Monfalcone und West-Friaul mit Pordenone; bei √Ėsterreich verbleibt Ost-Friaul mit Gorz, Gradisca, Cormons, Aquileia. 1533: Venedig versucht eine L√∂sung der Bauernfrage durch Einrichtung der Contadinanza, einer Art Vertretung der Bauernschaft. 1593: Baubeginn f√ľr die Festung Palma (Palmanova). 17. Jh.: wirtschaftlicher Aufschwung, relativer Wohlstand der Bev√∂lkerung. 1615-17: Krieg zwischen Venedig und √Ėsterreich um Gradisca, in einem Waffenstillstand ziehen sich beide Parteien in die Positionen vor Ausbruch der Feindseligkeiten zur√ľck. 1629: gro√üe Hungersnot. 18. Jh.: lebhaftes Kulturleben¬†im Zeichen des Humanismus. 1719: Triest wird von Kaiser Karl VI. zum Freihafen der Adria erw√§hlt; die Stadt wird kosmopolitisch. Aufgekl√§rte Herrschaft seiner Tochter Maria Theresia (1740-1780). 1751: Abschaffung des Patriarchats von Aquileia und Errichtung der Erzbist√ľmer Udine und G√∂rz. 1797: Fall von Venedig; im Frieden von Campoformido tritt Napoleon Friaul und einen Gro√üteil von Venetien an √Ėsterreich ab. 1805: Friede von Pressburg. Friaul geh√∂rt zu dem von Napoleon gegr√ľndeten, italienischen K√∂nigreich. Aufgekl√§rte Regierungsform durch Frankreich. 1813: nach dem Fall Napoleons geht Friaul wieder an √Ėsterreich: 1814 wird¬†Venetien dem neuen K√∂nigreich Lombardei- Venetien einverleibt, 1816 werden die Grafschaften G√∂rz und Gradisca¬†dem neuen Illyrischen K√∂nigreich (K√§rnten, Krain, Triest und Istrien) angeschlossen; politische Restauration. 1866: das italienische Heer dringt in Friaul ein; Unterzeichnung eines Waffenstillstandes zwischen Italien und √Ėsterreich: West- Friaul kommt zu Italien (Ost-Friaul bleibt bis 1917 bei √Ėsterreich). 1915-18: 1. Weltkrieg, Friaul ist Schauplatz blutiger Schlachten. 1919: das restliche Friaul kommt zu Italien (G√∂rz und das √∂stliche Gebiet), au√üer Rijeka und Pula. 1940-45: 2. Weltkrieg. Jugoslawien besetzt G√∂rz und ¬†Triest samt Hinterland. 1947: Teilung von Triest in die Zonen A (britisch-amerikanisch) und B (jugoslawisch). 1954: die Triester Zone A wird der italienischen Verwaltung unterstellt. 1963: die Autonome Region Friaul-Julisch Venetien wird gegr√ľndet. 1975: mit dem Vertrag von Osimo wird die aktuelle Situation hergestellt: die Zone A von Triest geh√∂rt endg√ľltig zu Italien, die Zone B wird jugoslawisch ¬†(heute slowenisch). 1976: Verheerendes Erdbeben mit rund tausend Toten. Das tragische Ereignis bewirkt aber auch einen wirtschaftlichen Aufschwung durch eine aktive Bev√∂lkerung und nationale und internationale Solidarit√§t.

WIR SIND SOZIALE!!

BUSINESS PARTNERS

Bilder von Friuli Venezia Giulia