Home » Von Udine zum Tagliamento

Buch



Erwachsene
Kinder

  Ob der Ortsname Udine, wie einige Historiker behaupten, tatsächlich aus vorrömischer Zeit stammt und sich von einem Ausdruck für “weibliche Brust”, daher im übertragenen Sinn “Hügel” ableitet, ist nicht belegt. Sicher aber ist, dass von diesem Hügel ganz Friaul zu sehen ist, von den Karnischen und Julischen Alpen über die sanften Moränenhügel und die fruchtbare Ebene bis zur Adria. Einer Legende zufolge wurde er von Attilas Kriegern errichtet, die in ihren Helmen die Erde herantrugen, damit ihr König das brennende Aquileia betrachten konnte, das er zerstört hatte. Vielleicht wurde deshalb vor über tausend Jahren hier eine Burg rbaut, die später von den Patriarchen von Aquileia, den venezianischen Statthaltern von “Patria del Friuli” und den Österreichern während ihrer 50-jährigen Herrschaft bewohnt wurde. Die Stadt Udine entwickelte sich rund um diesen Schlossberg und war Bezugspunkt für das umliegende Territorium. Ein Land mit den Spuren einer fernen Vergangenheit (vorgeschichtliche Burgen von Pozzuolo, S. Osvaldo, Gradisca di Sedegliano), einer römischen, die sich auch in den Ortsnamen niederschlägt (so ist Codroipo das römische Quadruvium, Ort der Kreuzung von vier Straßen) und einer uns schon sehr nahen, als 1797 der Ort Campoformido dem Frieden zwischen Napoleon und Österreich seinen Namen gab,mit dem die jahrhundertelange Herrschaft der Serenissima beendet wurde und der eine große Veränderung der politischen Landschaft in Europa bewirkte; schließlich Villa Manin in Passariano, wo dieser Vertrag unterzeichnet wurde. Villa Manin wurde von Napoleon, nicht nur wegen ihrer Pracht und effektvollen Wirkung ausgewählt, sondern weil ihr als Wohnsitz des Dogen von Venedig Ludovico Manin in den Augen des Bonaparte eine große, symbolische Bedeutung zukam.

WIR SIND SOZIALE!!

BUSINESS PARTNERS

Bilder von Friuli Venezia Giulia