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  Das Territorium besteht aus dem sanften Voralpenland von Aviano (ein besonderes Juwel das von Schweigen umgebene Castel d’Aviano) und dem Gebirge: zum Teil nach den Kriterien eines modernen Tourismusausgebaut (typisch der ambitionierte Skiort Piancavallo mit Abfahrtspisten, Loipen, etc.), zum anderen auch heute noch abweisend, unverfälscht und wild, mit steilen Felsgraten, aber auch idyllischen Wasserspiegeln; dem Besucher, der sich noch auf der alten Straße hart am Abgrund zum Wildbach in das Valcellina wagt, öffnet sich ein spektakulärer Blick in die wilde Klamm ‘Forra del Cellina’ (heute Naturschutzgebiet), bevor sie sich im Süden von Montereale zum ausgedehnten Flussbett verbreitert, von dem die Ebene in zwei Teile geschnitten wird. Ein Bergland mit überaus interessanter Naturlandschaft (ein großer Teil gehört zum ‘Naturpark der Friauler Dolomiten’, in dem sich auch der Campanile Val Montanaia befindet: 2173 Meter hoch und bevorzugtes Ziel von Alpinisten), in dem das Dilemma einer Entwicklung zwischen Tourismus und Emigration noch keine definitive Lösung gefunden hat. Nicht zufällig sieht der Dichter aus Andreis, Federico Tavan, in einem seiner jüngsten Theaterstücke als einzig möglichen Ausweg für die wenigen, noch verbliebenen Dorfbewohner einen grotesken Anschluss an die Republik Kuba. Es ist ein Land der Extreme (nebeneinander der idyllische See von Barcis und die furchtbare Narbe des Vajont, schweigendes Land und heulendes Geräusch der Düsenflieger über dem USLuftwaffenstützpunkt Aviano), aber dieser Teil der Provinz Pordenone hat es auch verstanden, die eigene Geschichte konstruktiv zu verarbeiten: so konnte es geschehen, dass aus dem Todesurteil über einen häretischen Müller der Gegend (Menocchio) im 17. Jahrhundert und der Untersuchung des Falls durch einen großen Historiker (Carlo Ginzburg) in Montereale ein kultureller Kreis entstehen konnte, der sehr rasch unentbehrlich wurde.

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